Vortrag über den Wolf im Emsland

Elterntiere des Rudels im Emsland stammen aus Ostniedersachsen – Meldungen aus der Bevölkerung sind essentiell für das Monitoring

In Form der Jagd- und Wildwoche bietet die Jägerschaft Aschendorf-Hümmling ein Bühne zur Zusammenkunft und zum Ideen- und Wissensaustausch.  Interessierten und auch Jägern bietet sie viele Angebote rund um die Jagd. Angefangen von kulinarischen Angeboten der regionalen Gastronomie gibt es Schnupperkurse im Jagdhornblasen und auch Exkursionen und Informationen über die heimische Natur. Thema eines Vortrags- und Diskussionsabends des Hegering Sögels mit der Wolfsberaterin Anika Börries war der Wolf im Emsland. Immer häufiger kommt es zu direkten und indirekten Begegnungen zwischen Mensch und dem Wildtier. Der Vortrag zielte darauf ab, offene Fragen zu klären. Dazu waren die Wolfsberater Anika Börries und Björn Wicks vor Ort.

Wolf (C), Foto: Anika Börries

Angefangen von der Biologie und Lebensweise des Tieres und der ambivalenten Beziehung zwischen Wolf und Mensch wurde intensiv auf das Monitoring, die Bestandserfassung, eingegangen. In Niedersachsen ist die Landesjägerschaft Niedersachsen e.V ist vom Land Niedersachsen mit dem Wolfsmonitoring, also der wissenschaftliche Erfassung und Dokumentation der Rückkehr der Wölfe nach Niedersachsen, beauftragt. Es wurde gezeigt, wie die Daten erhoben werden und wie welche Schlüsse gezogen werden. Da es sich um ein passives Monitoring handelt, sind Meldungen und Hinweise aus der Bevölkerung von zentraler Bedeutung. Meldungen (mit den vier W’s – wer, was, wann und wo) können bei den Wolfsberatern vor Ort oder direkt unter www.wolfsmonitoring.com eingereicht werden. Hier die Liste der Wolfsberater.

Wolfsfährte auf einem Sandweg, Foto: Anika Börries
Wolfsfährte auf einem Sandweg, Foto: Anika Börries

Beim Monitoring zeigte sich, wie wichtig Daten sind, sowohl für die Bestandserfassung und die Forschung, wie auch für die Nutztierhalter einer Region und nicht zuletzt eine sachliche Diskussion über den Umgang mit der Art in Zukunft. So konnte zum Beispiel an Hand von DNA-Proben nachgewiesen werden, dass die emsländischen Wölfe aus Rudeln in Ostniedersachsen stammen und auf ihrem Weg ins Emsland auch im Raum Osnabrück nachgewiesen wurden. Auch wurde gezeigt, dass immer wieder gemeldet werden muss, weil die Daten nach spätestens einem Jahr aus dem Monitoring fallen. Wer also Kritik an der Qualität der Daten hat, ist selbst gefragt, seinen Teil zum Monitoring beizutragen.

Nachdem Vortrag konnten die Zuhörer Fragen an die ehrenamtlichen Wolfsberater des Landkreises Emsland Anika Börries und Björn Wicks stellen, wie man sich zum Beispiel bei Begegnungen am besten verhält, was auch ausgiebig genutzt wurde.

Der Herdenschutz wurde aus Zeitgründen nur allgemein angesprochen. Hier besteht bei ausreichendem Interesse die Möglichkeit einen gesonderten Vortrag zu organisieren, in dem auf die verschiedenen zu schützenden Tierarten und Fördermöglichkeiten über das Land speziell eingegangen werden kann. Bei Interesse melden Sie sich bitte bei mir (über das unten stehende Kontaktformular), damit ein entsprechender Abend organisiert werden kann.

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