Von Döner bis Algebra

Viele Kulturen hab die europäische-christliche Kultur geprägt. Den islamischen Mauren verdanken wir die Überlieferung der griechischen Philospohen und den Persern ein Großteil der Mathematik. Das sollte denen bewusst sein, die unreflektiert jede Einwanderung ablehnen.

Kann man überhaupt „der Islam“ sagen? Nein, meine ich! Dazu gibt es zu viele Richtungen und kulturelle Einflüsse! Neben den Strikten, die den Koran wörtlich auslegen und keine „Ungläubigen“ dulden, auch sehr Tollerante wie die Aleviten aus der Türkei, die die Bedeutung hinter den Offenbarungen suchen oder davon ebenfalls gänzlich verschieden in Westafrika die Kultur der Marabouts in (Süd-) Marokko und Mauretanien.

Wo Integration klappt, wird die Andersartigkeit nicht mehr als Fremd erkannt und in die eigene Kultur aufgenommen. Die besten Beispiele sind Döner, Pizza und Spaghetti. Wo sie nicht klappt, führt das über kurz oder lang zu Problemen, die, wenn zu lange aus falscher Toleranz weggeschaut wird, kaum noch beherrschbar sind. Vor allem wenn Migranten in Deutschland die christlich-humanistischen Leitkultur unseres Landes ablehnen, dass sie sich – aus welchen Gründen auch immer – als zukünftige Heimat ausgewählt haben.  Das allerdings ist kein grundlegendes Problem des Islams, sondern eines des jeweiligen Einwanderers und seines Umfeldes! Man findet solche Personen in vielen ethnischen Gruppen.

Deswegen ist es meiner Meinung nach sehr wichtig, zu fordern, wie auch zu fördern! Man kann erwarten, dass jemand, der in ein Land einwandert, dessen Sprache und damit auch automatisch dessen Kultur lernt und akzeptiert. Das gilt ebenfalls für Deutsche, die es in ferne Länder zieht. Wer dazu nicht bereit ist, der ist in dem jeweils fremden Land fehl am Platz! Wen die Person dazu noch die Kultur in dem gewählten Heimatlang bekämpft, darf sie eigentlich kein Verständnis und keine Unterstützung mehr erwarten. Das mag drastisch klingen, aber eine gemeinsame Sprache und ein gemeinsamer kultureller Grundtenor ist die Grundvorraussetzung für die eigene gesicherte Zukunft (einen Arbeitsplatz) und ein gesellschaftliches Zusammenleben.

Andererseits ist eine erfolgreiche Integration, ein Zusammenspiel der Stärken und Schwächen der  Kulturen eine fruchtbare Bereicherung von der alle Seiten profitieren. In der Geschichte sind oft eben die tolleranten Zeiten auch die fruchtbarsten in der Kultur und der Wissenschaft gewesen. Das beste Beispiel hierfür ist Andalusien unter den (islamischen) Mauren. Dort wurden arabische Schriften ins Lateinische oder ins Griechische und umgekehrt übersetzt, so dass diese Texte der jeweils anderen Kultur erst zugänglich gemacht wurden. (Das damals rein christliche) Europa profitierte davon bis weit in unsere Zeit, da viele der griechischen Epen und Philosophen heute ohne diese Epoche wohl verloren gegangen wären.

Die Bereitschaft zur Zusammenarbeit bedarf es dazu allerdigs auf beiden Seiten.

One thought on “Von Döner bis Algebra

  1. Bin völlig Deiner Meinung. Und es könnte so einfach sein, wenn man hier in Deutschland einfach im Ausland funktionierende Systeme und gesetzliche Regelungen übernehmen würde, anstatt sich in Diskussionen über die „political correctness“ pauschalisierender Aussagen mentaler Tiefflieger zu verlieren – man blicke in den skandinavischen Raum oder nach Kanada.

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