mls Lorup. Hasen, Fasane und Kaninchen machen sich in den Revieren des Hegerings Lorup rar. Das teilte Hegeringsleiter Gerhard Rieken während der Jahreshauptversammlung mit.

In seinem aktuellen Streckenbericht konnte Rieken weiterhin keine erfreulichen Zahlen zum Niederwild verkünden. „Hasen und Fasane sind weiterhin sehr wenig und auch bei den Kaninchen sieht es nicht gut aus“, so Rieken. Nutrias gäbe es hingegen weiterhin sehr viele und auch beim Schwarzwild sei die Tendenz steigend. Im Hinblick auf die Afrikanische Schweinepest sei daher die Schonzeit aufgehoben worden, damit die Wildschweinpopulation „auf einem normalen Level“ gehalten werden könne. Am 14. September findet Rieken zufolge im Vereinslokal „Zum Käpt’n“ ein Wildschwein-Seminar statt.

Urkunde und Ehrennadel

Für 40 Jahre aktive Mitgliedschaft im Hegering Lorup wurde Hans Pohlabeln aus Lorup mit der Treuenadel der Landesjägerschaft sowie der entsprechenden Urkunde geehrt. Hans Wilhelm Korte aus Lorup erhielt für seine 25-jährige aktive Mitgliedschaft im Hegering ebenfalls eine Urkunde und die entsprechende Nadel der Jägerschaft. Hegeringsleiter Rieken gratulierte den Geehrten und überreichte die Auszeichnungen.

Für 40 Jahre aktives Engagement bei den Jagdhornbläsern, die die Versammlung musikalisch eröffnet hatten, wurde Bläserobmann Gerhard Rieken geehrt. „Ich habe keinen Tag bereut. In der Gruppe herrscht immer eine gute Harmonie.“, bedankte sich Rieken für die Auszeichnung.

Wilhelm Perk bester Schütze

Als bester Vereinsschütze wurde im Verlauf der Versammlung Wilhelm Perk mit einem Pokal ausgezeichnet. Er gewann die Vereinsmeisterschaften zum zweiten Mal in drei Jahren vor Georg Ostermann auf dem zweiten Platz.

Im Rahmen der turnusmäßig anstehenden Vorstandswahlen wurden sowohl Schriftführer Gerd Brake als auch Kassenwart Bernd Korte für die nächsten vier Jahre in ihren Ämtern einstimmig bestätigt.

Anschließend informierte die Wolfsbeauftragte der Landesjägerschaft, Annika Börries, die Mitglieder über den Wolf im Emsland. Seit Beginn des Wolfsmonitorings sei eine exponentielle Entwicklung von Wolfsterritorien in Deutschland zu beobachten. Von insgesamt 76 bekannten Territorien befänden sich allein 19 in Niedersachsen, so Börries. Auch erläuterte sie, wie wichtig das Melden eines Wolfsrisses beziehungsweise einer Sichtung sei und wie diese zu erfolgen habe. „Die Problematik wird nicht weniger werden“, erklärte Börries. „Die Meldungen sind wichtig, damit die Politik reagieren kann.“

Rieken berichtete derweil von einem etwas größeren Insektenhotel, das dem Hegering vom Biotopfonds zur Verfügung gestellt worden sei und seinen Platz im Bauerngarten hinter dem Rathaus finden werde. Für die Wildwoche im November seien wieder eine Hubertusmesse sowie ein Wildkochkurs geplant.

Bläserobmann Gerhard Rieken bescheinigte den Jagdhornbläsern „Hubertus“ Lorup in seinem Rückblick ebenfalls ein erfolgreiches und aktives Jahr mit 34 Auftritten. Zudem wurden fünf Jungbläser aufgenommen, die derzeit von Leiter Heinrich Gerdes ausgebildet werden.

Erschienen am 03.05.2018 in der Ems-Zeitung

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