Blattzeit beim Rehwild

Die Brunft (Blattzeit) beim Rehwild findet im Hochsommer (Juli / August) statt. Dann haben die Herren nur noch die Damen im Kopf und rennen bei der Suche nach brünftigen Ricken mit unter „kopflos“ über die Straßen – warum sollte es bei Rehen anders sein 😉 . Ich habe schon länger das Ziel, diese Zeit fotografisch zu begleiten. Hier nun eine Zusammenstellung mit unterschiedlichen Protagonisten aus verschiedenen Jahren.

Zunächst werden die stärksten Schmalrehe (Rehkitze vom Vorjahr) brünftig und später die Ricken, die ein Kitz gesetzt haben. Aber auch die Tageslänge, die Höhenlage und Breiten- und Längengrad spielen eine Rolle bei der Synchronisation der Brunft. Die Böcke machen sich dann auf die Suche nach Ricken, die nur kurze Zeit empfängnisbereit sind.

Die Ricke lässt sich vom Bock treiben (Lockflucht). Das intensive Treiben kann über mehrere Kilometer und Stunden hinziehen und man kann oft das laute Keuchen des Bocks hören. So versucht die Ricke herauszufinden, ob der Bock ihrer „Würdig“ ist. Die Kreise der Lockflucht werden dann immer enger, so dass man „Hexenringe“ in der Vegetation entdecken kann, bis die Ricke den Bock akzeptiert.

Die Kitze stehen in der Zeit oft alleine, aber keine Sorge, ist das Spektakel vorbei, kehren die Ricken zu ihnen zurück.

Buchtipp:

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