Ostfriesische Möwe – eine alte Hühnerrasse aus dem Nordwesten

Ostfriesische Möwen oder auch Ostfriesische Totleger sind eine alte Landrasse aus Nordwestdeutschland. Sie bilden zusammen mit anderen, sehr ähnlichen Rassen (Westfälische Totleger, Friesenhuhn, Groninger Möwe) eine Gruppe von Hühnerrassen, die sehr ursprünglich sind und deren Vorfahren wahrscheinlich schon zur Zeit der Römer zu uns gelangten.

Für die Bevölkerung war es für ein Landhuhn lange Zeit wichtig, ein robustes, bewegliches Zwei-Nutzungshuhn, was Fleisch und Legeleistung angeht, zu haben. Auf Aussehen wurde daher erst seit ca. Mitte des 19. Jahrhunderts gezüchtet. Heute gibt es von der Ostfriesischen Möwe zwei Farbschläge; gold (braun) und silber (weiß).

Es handelt sich um sehr aktive, bewegliche Tiere, die mit 2 – 3 kg nicht besonders schwer werden. Ihren Namen (Möwe) haben sie wahrscheinlich zum Einen auf Grund ihrer gar nicht so schlechten Flugfähigkeit und zum anderen tragen die Küken der Hühner eine Zeichnung, die der von Möwenküken sehr ähnlich ist.

Sie sind eher scheu und schreckhaft. Zwar ist ihre Vorsicht und Wachsamkeit bei der Freilandhaltung von Vorteil, aber daher sind sie auch für die reine Stallhaltung nicht geschaffen. Heute steht die Ostfriesische Möwe auf der Roten Liste der gefährdeten Haustierrassen als „gefährdet“ (Kategorie III). Vom goldenen Farbschlag gab es 2013 in Deutschland nur noch 31 männliche und 97 weibliche Tiere gab [TGRDEU].

 

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