Die Wiesenweihe

Die Wiesenweihe (Circus pygargus), auf platt „Wieh“, ist ein Greifvogel aus der Familie der Habichtartigen (Accipitridae). Im Gegensatz zu den meisten ihrer Verwandten brüten Weihen auf dem Boden. Deshab, und weil sie gerne in Getreidefeldern und in Wiesen brüten, sind alle in Deutschland vorkommenden Weihen durch Lebensraumverlust wie auch durch die immer frühere Mahd mit immer größeren Maschinen gefährdet.

Die europaweit bedrohte Vogelart kommt in Deutschland noch mit insgesamt 400 Brutpaaren vor. Ihr eigentlicher Lebens- und Brutraum sind Feuchtwiesen, sowie flache Hoch- und Übergangsmoore, wo sie sich hauptsächlich von kleinen Säugetieren, wie Mäusen ernährt. Heute baut die Wiesenweihe ihr Nest jedoch bevorzugt in Getreidefeldern. Wenn das Getreide je nach Witterung schon Ende Juni gemäht wird, sind die Jungvögel noch nicht flüge. Dies ist der Grund für die größten Verluste unter den Jungvögeln. Besonders Problematisch ist in diesem Zusammenhang die Grünroggenernte oder die Nutzung des Getreides als Ganzpflanzensilage (GPS).

Junge Wiesenweihen werden auch nach dem Flüggewerden noch weiter vom Vater mit Nahrung versorgt. Oft fliegen sie ihm entgegen und nehmen ihm die Beute in der Luft aus den Fängen. Mit sieben Wochen machen sie ihre ersten eigenen Jagdversuche.

Die Wiesenweihe gehört heute zu den nach europäischem Recht besonders geschützten Arten (Anhang I der europäischen Vogelschutzrichtlinie). Sie ist auch in Deutschland vom Aussterben bedroht.

Die Wiesenweihe gehört deshalb in Deutschland zu den streng geschützten Arten nach § 7 Abs. 2 Nr. 14 BNatSchG (alt: § 10 Abs. 2 Nr. 11).

Literatur

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