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Mais und Molch versöhnen: Amphibienschutz in der Landwirtschaft
Müncheberg/Eggersdorf. Amphibienschutz ist auch unter den heutigen Bedingungen des Ackerbaus möglich. Das ist das Ergebnis eines fünfjährigen Forschungsprojekts mehrerer Institute des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) aus Müncheberg, das nun erfolgreich abgeschlossen wurde. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) hatte das Vorhaben mit rund 580.000 Euro gefördert. „In enger Zusammenarbeit mit vier Landwirtschaftsbetrieben haben wir ein integriertes Konzept erarbeitet, das Aspekte von Wirtschaftlichkeit und Naturschutz berücksichtigt und auf andere Gebiete in Deutschland übertragbar ist. Wir konnten ermitteln, wie man den Lebensraum von Rotbauchunke, Moorfrosch, Kammmolch sowie Knoblauch- und Erdkröte auch in landwirtschaftlich genutzten Gebieten ohne größere finanzielle Einbußen für die Bauern besser schützen kann“, sagte Projektleiter Dr. Gert Berger anlässlich des Projektabschlusses.…
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De hümmelske Bur
Dieses Lied beschreibt die typischen Charakterzüge der Hümmlinger – natürlich auf Platt. Es sind große, stolze Männer (meist Bauern), die selbstbestimmt und fleißig sind („… trägt die Socken von seinen eigenen Schafen, seine Schuhe wachsen auf dem Baum … er nimmt den Pflug in die Hand und ackert …“) und gottesfürchtig („… und wo ein Kreuz am Wege steht, hebt er sein Käppchen gern …“), während sie ihren Lebensunterhalt bestreiten.
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Kampagne: Mehr Demokratie in der Landwirtschaft
Kampagne ruft breite Zivilgesellschaft und Bürger auf, an der anstehenden Reform der Europäischen Agrarpolitik aktiv mitzuarbeiten
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EU Biokraftstoff-Ziele fördern ökologische und soziale Konflikte – Studie belegt massive CO2-Emissionen und Landnutzungsänderungen
Berlin / Hamburg – Die EU-Ziele zum Ausbau der Agrokraftstoffe bis zum Jahr 2020 verursachen erhebliche Klimagasemissionen sowie einen zusätzlichen Flächenbedarf in Höhe von bis zu 69.000 Quadratkilometern. Dies ist das zentrale Ergebnis einer neuen Studie des Instituts für Europäische Umweltpolitik (IEEP), die heute von zahlreichen Umweltverbänden in Brüssel vorgestellt wurde.
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Nachhaltiges Biogas?!
Leider sind durch Förderungen, bzw. unglückliche Rechtsformulierungen Schieflagen im Energiemarkt entstanden, die die Erneuerbaren Energien von der Nachhaltigkeit weit entfernen.
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Stickstoff im Boden
Stickstoff ist ein essenzieller Nährstoff für das Pflanzenwachstum und ein zentraler Bestandteil des Bodenökosystems. Er gelangt durch natürliche Prozesse wie die biologische Stickstofffixierung sowie durch menschliche Einflüsse, insbesondere die Landwirtschaft, in den Boden. Während Stickstoffverbindungen für die Pflanzenproduktion unverzichtbar sind, führt eine Überversorgung, insbesondere mit Nitrat, zu erheblichen Umweltproblemen. Diese reichen von der Verschmutzung des Grundwassers bis hin zur Versauerung des Bodens.
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Das Heuerwesen
Auf dem Hümmling galt traditionell das Anerbenrecht, nach dem ein Hof in der Regel ungeteilt an einen einzigen Erben überging. Diese Regelung sicherte den Fortbestand der landwirtschaftlichen Betriebe, führte aber gleichzeitig dazu, dass nachgeborene Söhne erhebliche Schwierigkeiten hatten, eine eigene Existenz zu gründen. Da die Arbeit auf den Höfen sehr arbeitsintensiv war, konnten die Hoferben ihre Betriebe nicht allein bewirtschaften und waren auf zusätzliche Arbeitskräfte angewiesen. Diese beiden Faktoren – die Existenzsicherung für die nicht erbberechtigten Brüder und die Notwendigkeit der Arbeitsunterstützung – gelten als die klassischen Wurzeln des Heuerlingswesens.