• Insektensterben – die Datenlage macht nachdenklich

    Wer noch Zweifel hat; die Insekten nehmen weiter ab. Dies zeigt auch die jüngste Studie. Unter den 6.921 ausgewerteten Insektentaxa (Arten und Unterarten) der aktuellen Roten Listen Deutschlands wurde bei insgesamt 23 % (1.559 Taxa) der kurzfristige Bestandstrend (letzte 10 bis 15 Jahre) als abnehmend eingestuft. Dem gegenüber wurden nur 4 % (268 Taxa) im kurzfristigen Bestandstrend als zunehmend klassifiziert.  Ries, M., Reinhard, T., Nigmann, U. & Balzer, S. (2019) Analyse der bundesweiten Roten Listen zum Rückgang der Insekten in Deutschland. Natur und Landschaft, 94, 232–244.

  • Wie Biodiversität und die Produktivität von Ökosystemen zusammenhängen

    Oldenburg. Wie Biodiversität und die Produktivität von Ökosystemen zusammenhängen – das haben Prof. Dr. Helmut Hillebrand, Leiter der AG Planktologie an der Universität Oldenburg, und Viola Lehmpfuhl, Doktorandin am Royal Netherlands Institute for Sea Research (NIOZ), experimentell untersucht. Dabei konnten sie nachweisen, dass Ökosysteme mit einer reicheren Biodiversität produktiver sind und dass der Rückgang von Arten zu einem massiven Verlust der Produktivität von Biomasse führt. Ihre Forschungsergebnisse erschienen soeben unter dem Titel „Resource Stoichiometry and Consumers Control the Biodiversity – Productivity Relationship in Pelagic Metacommunities“ in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „The American Naturalist“ . Seit mehr als einem Jahrzehnt sind die Zusammenhänge von Biodiversität und der Produktivität von Ökosystemen…

  • Bühlsand auf einem Maisacker

    Globale Umweltprobleme: Landwirtschaft spielt Schlüsselrolle

    Untätigkeit der Politik trotz dramatischer Lage – BÖLW ruft zu politischem Handeln auf. Berlin, 5.11.2010| Bei Biodiversität, Stickstoff-Kreislauf und Klimawandel haben wir die Grenzen dessen, was menschliches Leben auf Dauer ermöglicht, bereits deutlich überschritten. „Dieser Tatsache müssen sich Politik und Gesellschaft gleichermaßen stellen. Für die Landwirtschaft bedeutet das: Dem Öko-Landbau als nachgewiesenermaßen nachhaltigem System der Landbewirtschaftung den Vorrang einzuräumen, die Anforderungen an Tierschutzstandards deutlich anzuheben und an kritischen Schlüsselfaktoren wie Stickstoffüberschüssen und aus Übersee eingeführten Eiweißfuttermitteln anzusetzen.“ So lautet das Fazit, das Vorstandsvorsitzender Felix Prinz zu Löwenstein auf der Herbsttagung des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft zog, die sich dem Thema Recht auf Nahrung und Belastungsgrenzen des Erdökosystems widmete. „Wir müssen alle…